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Sie hat eine lange Geschichte – die Safari. Heute ist von ihrer früheren Form im Sinne der Jagdreise glücklicherweise nicht viel geblieben.

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Die Safari hat eine lange Geschichte. Ursprünglich verstand man unter einer solchen Reise eine Jagdreise in Ostafrika. Hier stand das Erlegen von Großwild im Vordergrund. Im Laufe der Zeit wurde das Gebiet auch auf andere Teile Afrikas und der ganzen Welt ausgedehnt, so zum Beispiel in wildreiche Teilen des südlichen Afrikas und Indiens.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Safaris das Privileg der reichen, zumeist englischen Oberschicht in Ostafrika. Aber auch der US-amerikanische Präsident Theodore Roosevelt ist bekannt für seine Neigung zur Großwildjagd.

In den letzten Jahren hat sich das Verständnis um die Safari stark gewandelt. Heute versteht man darunter vielmehr die unblutige Reise in die Wildnis, bei der das Photographieren der Tiere, die sogenannte Photojagd, das eigentliche Ziel und Gegenstand der Reise ist. Auch die Klientel in Safaris hat sich größtenteils grundlegend gewandelt, denn mittlerweile ist die Safari auch für weniger Betuchte finanzierbar. Es hat sich eine regelrechte Safariindustrie mit Lodges (Gästehäusern und Hotels) und festen Führern durch die Wildnis etabliert. In Zeiten des Individualismus hat sich ein ganz neuer Trend entwickelt, nämlich Safarireisen für Selbstfahrer. Hier bieten Veranstalter individuell geplante und organisierte Lodgetouren für Kleingruppen oder auch Familien an.

Nach Wünschen der Kunden werden Routen und Unterkünfte zu einer Safaritour beratend zusammengestellt. Beratungseinrichtungen vor Ort sollen dabei einen reibungslosen Ablauf zusätzlich gewährleisten. Wer individuell, jedoch nicht ohne professionelle Begleitung auf Safaritour gehen will, der hat die Möglichkeit eine begleitete Selbstfahrertour zu wählen. Häufig entscheiden sich Safaritouristen auch für eine Zeltübernachtung unter freiem Himmel, Tiergeräusche aus dem Busch inklusive! Doch egal, ob bei der historisch-klassischen oder der modernen Safari, eines spielt die größte Rolle: der Anblick der sogenannten ‚Big Five’ – Kaffernbüffel, Elefanten, Löwen, Leoparden und Nashörner.

Trotz des Hervorkommens der Photosafari ist die klassische Form der Safari nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Heute kann man in einigen Gebieten Afrikas beim Aufbringen hoher Summen Großwild erlegen. In vielen afrikanischen Ländern ist diese Art des Tourismus zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig geworden und wird, beinahe ethisch einwandfrei, nachhaltig betrieben. Dabei wird das in der Region vorkommenden Wild geschützt und der ‚Überhang’ an Trophäen- und Prestigejäger zum Erlegen freigegeben.

von Maximilian Hambruch   08.11.2010
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