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Die Wiener Oper: Große Inszenierungen und viel Glamour

Durch ein umfangreiches Repertoire sowie täglich wechselnde Aufführungen an rund 300 Abenden im Jahr ist das Wiener Opernhaus das wichtigste in Österreich und eines der bekanntesten der Welt.

wiener oper
© iStockphoto - Thinkstock
Eröffnet wurde das Haus am Ring in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth am 25. Mai 1869 mit der Premiere von Mozarts „Don Juan“. Ende des 2. Weltkriegs wurde das Haus durch Bomben fast völlig zerstört und nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren verschont geblieben.

Nach einem umfangreichen Wiederaufbau konnte das Stammhaus im November 1955 in seiner jetzigen Form mit einem neuen Zuschauerraum und modernisierter Technik offiziell wiedereröffnet werden.

Heute gibt es im Zuschauerraum rund 1.700 Sitzplätze sowie weitere 560 Stehplätze. Vor allem Letztere erfreuen sich bei den Zuschauern aller Altersklassen großer Beliebtheit und haben mittlerweile eine regelrechte Stammkundschaft, die ihr Missfallen oder auch ihre Zustimmung bei den Aufführungen besonders laut zum Ausdruck bringt.

Zu weiteren Besonderheiten des Hauses zählt beispielsweise die Ausstellungsreihe „Eiserner Vorhang“. In deren Rahmen wird seit 1998 die Brandschutzwand zwischen Bühne und Zuschauerraum einmal pro Spielzeit von einem Künstler umgestaltet und so vorübergehend als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst verwandelt.

Zudem bietet das Opernhaus eine eigene Opernschule für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren an, wo Kinder nach ihrer regulären Schulzeit von fachkundigen Pädagogen beispielsweise an das Musiktheater herangeführt werden.

Die international bekannteste Veranstaltung ist unstrittig der Wiener Opernball, bei dem die Staatsoper alljährlich für einen Abend zu einem der berühmtesten Ballsäle der Welt wird. Aber während in der Oper Prominente aus Politik, Wirtschaft und Medien feiern, findet seit 1968 auf den Straßen auch die „Opernballdemonstration“ statt. Dort protestieren die Gegner gegen den als elitär, selbstgefällig und reaktionär angesehenen Ball.

von Andreas Linke
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