Mit Delfinen schwimmen: Nur in freier Wildbahn bitte!
Einmal mit Delfinen schwimmen! Davon träumen viele. Aber wie organisiert man sowas? Und was ist Sicht des Tierschutzes davon zu halten?

Mit Delfinen schwimmen als therapeutische Maßnahme
Der Kontakt mit den Meeressäugern gilt sogar als geradezu heilsam; das Schwimmen mit Delfinen wird deshalb nicht selten als therapeutische Maßnahme angesetzt. So sollen beispielsweise Kinder mit Autismus besonders von dem Erlebnis mit Delfinen zu schwimmen profitieren.
Andererseits ist die Wirkung solcher Therapien nicht wissenschaftlich erwiesen. Es gibt beispielsweise keine Belege dafür, dass der Kontakt zu Delfinen Kinder mit Handicap mehr fördert als eine Therapie mit Pferden oder anderen Tieren.
Kritik von Tierschützern
Generell wird das immer mehr in Mode geratene Angebot mit Delfinen zu schwimmen von Tierschützern meist sehr kritisch beurteilt. Delfine werden leider sehr oft in viel zu kleinen Becken gehalten und widernatürlich einer großen Anzahl von Schwimmern ausgeliefert.
In freier Wildbahn mit Delfinen schwimmen
Es gibt jedoch auch Organisationen, mittels derer man Delfine in freier Wildbahn aufsuchen kann. Der große Vorteil aus Sicht des Tierschutzes besteht darin, dases den Tieren frei überlassen wird, ob sie in Kontakt mit den Menschen treten.
In diesem Fall fährt die Gruppe zuerst etwa 30-60 Minuten mit einem Boot in das Meer hinaus und erhält währenddessen Informationen und lernt Verhaltensregeln. Für einen insgesamt zwei- bis dreistündigen Ausflug ist mit Kosten ab 200 € aufwärts zu rechnen.
Möglich ist dies zum Beispiel in Hurghada am Roten Meer, in der Türkei, auf Mallorca oder - einmal über den großen Ozean - in Florida oder Mexiko.
(Stand: Oktober 2011)


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