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Das Factoring als Instrument zur kurzfristigen Umsatzfinanzierung

Eine aus den Vereinigten Staaten entspringende Finanzdienstleistung ist das Factoring. Der so genannte Factor kauft hierbei die Forderung des Factoringkunden auf. Erworben wird hierbei die offene Forderung, die gegen den Debitor besteht. Der Factoringkunde tritt also die Forderung an den Factor ab. Entsprechend erhält der Kunde eine sofortige Zahlung, welche sich an der Betragshöhe der offenen Forderung anlehnt. Das Factoring wird somit zur kurzfristigen Umsatzfinanzierung eingesetzt. Oftmals tritt die Tochtergesellschaft einer Bank als Factor auf. Also Grundlage zum Factoring dient eine Ausfertigung der Rechnung. Die offene Forderung wird vom Factor um einen Sicherheitsbetrag reduziert. Sobald der Debitor seine offene Forderung gegenüber dem Factor beglichen hat, wird der Betrag an den Factoring Kunden überwiesen. Die Kosten des Factorings trägt der Factoringkunde. Diese Kosten bestehen aus den anfallenden Gebühren und den Zinsen für den ausgezahlten Betrag. Hochgerechnet liegen die Gesamtkosten beim Factoring meist unter den üblichen Losten für die Nutzung des Dispositionskredites auf dem laufenden Konto.

Beim Factoring werden mehrere Formen nach zwei Kriterien unterschieden. Anhand des Leistungsumfangs unterscheidet man echtes Factoring von unechtem Factoring. Ausschlaggebend ist hier die Übernahme des Delkredererisiko. Das Risiko bezeichnet die Haftung des Gebers für die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Wird das Risiko nicht übernommen ist es ein unechtes Factoring. Beim Fälligkeits-Factoring verzichtet der Kunde auf die sofortige Zahlung des Kaufpreises für die Forderung. Die Zahlung erfolgt erst mit Fälligkeit. Beim Eigenservice-Factoring erfolgt eine Risikoübernahme, das Mahnwesen verbleibt aber beim Factoringkunden. Der Factor zieht nur die Forderung ein.

Bei der Unterscheidung nach der Art der Forderungsabtretung gibt es drei Arten des Factorings. Beim offenen Factoring erhält der Debitor eine Information über die Abtretung der Forderung. Er leistet seine Zahlungen dann an das Factoring-Unternehmen. Dagegen wird der Debitor beim stillen Factoring nicht in Kenntnis gesetzt. Ein stilles Factoring kann aufgrund des Betrugsrisikos nur von Kunden mit einwandfreien Verhältnissen durchgeführt werden.

Beim halb offenen Factoring erhält der Debitor ebenfalls keine Information über die Abtretung. Er wird aber angewiesen, die offenen Beträge auf ein festgelegtes Konto zu zahlen. Bei diesem Konto ist der Factor der Kontoinhaber, er erhält den Betrag direkt. Die offene Forderung gelangt so ohne Umwege direkt zum Forderungssteller.

 
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  22.05.2007
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Fragen zum Beitrag: “Das Factoring als Instrument zur kurzfristigen Umsatzfinanzierung”

 

Kommentare

Bisherige Kommentare: 2
Autor:

Michael Burkart [Gast]

Auf dem Deutschen Factoring-Portal sind ebenfalls zahlreiche und zusätzliche Informationen rund um Factoring bereitgestellt, mit direkter Kontaktmöglichkeit zu neutralen und unabhängigen Factoring-Unternehmen. Hier geht es zum Factoring

Autor:

Philipp [Gast]

Mittlerweile ist es aber so, dass stilles Factoring kaum mehr realisiert wird. Beim stillen Factoring herrscht für alle Seiten Klarheit. Ausserdem sehen es die Kunden auch nicht mehr als Makel, wenn ein Partner-Unternehmen seine Forderungen faktorieren lässt.

Der Trend geht zum offenen Factoring.

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