Wer bietet eine Hundekrankenversicherung an?
Wir Menschen geben, wenn wir zum Arzt müssen, unsere Versichertenkarte ab – die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Verhält sich das bei einer Hundekrankenversicherung ebenso?
Ein Hund, so lieb und wertvoll er seinem Besitzer auch sein mag, bringt Kosten mit sich. Das Futter, die Kosten für die Urlaubsbetreuung, ein Körbchen, Spielzeug, Knochen zum Kauen, Hundesteuer – die meisten Hundebesitzer kalkulieren mit diesen Kosten und vergessen hierbei gerne die Tierarztkosten. So wie Menschen oft nicht glauben können, sie könnten eines Tages krank werden, glauben sie es häufig ebenso wenig von ihren Tieren.
Doch auch ein Tier kann krank werden – vielleicht sogar lebensrettende Operationen benötigen. Impfungen sind auch in jedem Jahr aufs Neue fällig und kosten Geld. Vorsorgeaufwendungen wie das Chippen, damit das Tier identifiziert werden kann für den Fall, dass es verloren geht – all das sind sehr teure Maßnahmen. Eine Hundekrankenversicherung scheint da die Lösung zu sein – doch ist sie das wirklich? Vergleicht man im Internet die Angebote der unterschiedlichen Gesellschaften, die eine Hundekrankenversicherung anbieten, wird man schnell feststellen, dass die Leistungen begrenzt sind.
Die meisten Gesellschaften zahlen Operationskosten nur bis zu einer Höhe von etwa 600 Euro jährlich. Das klingt zwar nach einer hohen Summe, doch im Fall einer schweren Krankheit können die OP-Kosten leicht die dreifache Summe betragen. Impfkosten und Vorsorgeaufwendungen werden bei den meisten Gesellschaften bis zu einem Betrag von etwa 80 Euro jährlich – im Durchschnitt – übernommen. Das komplette Durchimpfen des Hundes kostet allerdings nicht einmal 100 Euro. Normalerweise sind auch nach einem kompletten Durchimpfen nur jährliche Impfauffrischungen nötig. Und diese Kosten belaufen sich auf etwa 50 Euro jährlich.
Bei den Hundekrankenversicherungen, die mehr Leistungen bieten, beläuft sich der Jahresbeitrag auf durchschnittlich etwa 600 Euro. Und teilweise ist hier noch eine Selbstbeteiligung von 50 bis 100 Euro vorgesehen – pro Schadensfall. Fazit: Eine Hundekrankenversicherung kostet bei einigen Gesellschaften mehr als ein gesunder Hund pro Jahr an Vorsorgeleistungen kostet, würde man sie selbst tragen. Im Schadensfall, wenn eine OP nötig wird, weil der Hund schwer erkrankt oder einen Unfall erleidet, können die Kosten locker das Dreifache der Summe betragen, die von der Krankenversicherung im Höchstfall übernommen wird. Eine Krankenversicherung für Hunde lohnt sich nicht wirklich. Sinn machen könnte eine OP-Versicherung für Haustiere.


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