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Was ist unter einer Versicherung Motorrad zu verstehen?

Motorradfahrer benötigen eine Versicherung Motorrad: Die Haftpflichtversicherung ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Was muss man bei Abschluss einer solchen Versicherung beachten und wie werden Motorräder eingestuft?

Vorab: Gesetzlicher Haftpflichtversicherungsschutz besteht neben Autos auch für Motorräder und schreibt die Motorradversicherung für jeden Fan der schnellen Zweiräder automatisch vor. Mit der Haftpflichtversicherung werden Sach- und Personenschäden sowie Vermögensschäden Dritter abgedeckt. Optional kann die Kasko-Versicherung von Motorradfahrern gewählt werden, um mit der Teilkasko Schäden am eigenen Motorrad durch Brand, Explosion, Raub, Diebstahl oder elementare Einwirkungen durch Blitz oder Überschwemmung abzusichern. Die Motorrad-Vollkaskoversicherung deckt hierbei ebenfalls den Versicherungsumfang der Teilkasko ab und übernimmt zusätzlich eigenverschuldete Unfallschäden im Straßenverkehr.

Alle Motorradfahrer müssen, um ihr Motorrad für den Straßenverkehr zulassen zu können, also eine Haftpflichtversicherung für ihr Gefährt abschließen und können sich optional für eine zusätzliche Teil- oder Vollkaskoversicherung entscheiden. Wie auch bei der Kfz-Versicherung erfolgt die Einstufung in der Versicherung Motorrad anhand von Schadenfreiheitsklassen und Regionalklassen – Letztere werden jedoch nicht von allen Versicherern verwendet.

Als Motorrad wird grundsätzlich jedes Zweirad eingestuft, das einen Hubraum von 125 ccm überschreitet oder mehr als 15 PS unter der Haube hat. Ein Motorrad ist kein Wintergefährt und wird in der Regel nur maximal elf Monate bewegt – sinnvoll ist also ein Saisonkennzeichen, um die alljährliche Zulassung sowie die anfallenden Bearbeitungskosten zu umgehen. Das Motorrad wird hierbei einmalig zugelassen und auch nur über den im Fahrzeugschein vermerkten Zeitraum versichert. Die Versicherungsprämien werden demnach für die Monate der tatsächlichen Nutzung geleistet.

Die Versicherer bieten die Möglichkeit an, ein Motorrad als Zweitwagen zur Kfz-Versicherung zu umschließen, womit die Schadenfreiheitsklasse und mit ihr die Versicherungsprämie sinkt. Günstig auf den Versicherungsbeitrag wirkt sich zudem das Garagenparken und Wenigfahren für Motorradfahrer aus.

Die günstigste Versicherung Motorrad wird meist von Direktversicherern angeboten, deren Tarife im Internet zu finden sind. Ist bereits ein Auto versichert, lohnt sich jedoch auch die Nachfrage bei der Kfz-Versicherung: Das Motorrad kann dann als günstiger Zweitwagen erfasst werden.

von Lilly Meier   23.02.2009
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