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Grundwissen über Annuitätendarlehen und deren Berechnung

Basiswissen über Annuitätendarlehen - wie sich die Annuität zusammensetzt, und weshalb Restschuld, Effektivzins oder Sondertilgung so wichtig sind.

Annuitätendarlehen
© Thomas Francois - Fotolia.com

Bei den meisten Darlehen, die von Privatkunden abgeschlossen werden handelt es sich um Annuitätendarlehen. Viele Bankkunden können mit diesem Begriff nichts anfangen, doch das Prinzip welches sich dahinter verbirgt ist relativ simpel. Die Bezeichnung Annuitätendarlehen stammt von Annuität. Mit der Annuität ist nichts anderes gemeint als die monatliche oder vierteljährliche Darlehensrate mit der das Darlehen an den Darlehensgeber zurückgezahlt wird. Die Annuität selbst, setzt sich aus zwei Teilen zusammen, nämlich aus Zins und Tilgung. Wie eigentlich jeder wissen sollte, wird der Zins aus der bestehenden Restschuld immer wieder aufs Neue ermittelt.

Weil sich mit jeder vorgenommenen Tilgung auch die Restschuld verringert, verringert sich dadurch mit jeder geleisteten Rate auch der Zinsteil der Annuität. Weil die Annuität aber immer gleich hoch ist, steigt somit der Tilgungsanteil. Das heißt, je länger man die Raten leistet, desto größer wird die Tilgung. Bei den meisten Annuitätendarlehen ist es so, dass zu Beginn kaum getilgt wird. Die so genannte anfängliche Tilgung ist bei den meisten Finanzierungen sehr gering und wächst erst mit der Zeit.

Annuitätendarlehen gelangen in sehr vielen Finanzierungsbereichen zum Einsatz, beispielsweise bei Kfz-Finanzierungen oder bei Immobilienfinanzierungen. Das tückische für den Kunden ist die Tatsache, dass Darlehensberechnungen nur sehr schwer vorzunehmen sind. Die Berechnung der Restschuld kann zwar von Hand auf dem Papier vorgenommen werden, ist allerdings äußerst mühselig, weil man für jeden einzelnen Monat die neue Darlehensrate berechnen muss.

Deshalb erhält man als Darlehensnehmer von der Bank fast immer einen Tilgungsplan, auf dem ersichtlich ist, wie der voraussichtliche Tilgungsverlauf sein wird. Auf Grund der nicht ganz unkomplizierten Berechnung verlangen viele Kreditinstitute bei Sondertilgungen einen Mindestbetrag und beschränken die Anzahl der möglichen Sondertilgungen auf ein bestimmtes Minimum. Ansonsten müsste wegen jeder einzelnen kleinen Sondertilgung eine neue Restschuldberechnung vorgenommen werden.

Im Bereich der Unternehmensfinanzierung werden häufig so genannte Tilgungsdarlehen abgeschlossen, die sich umgekehrt verhalten. Die Tilgung bleibt während der ganzen Laufzeit über stets konstant. Nur die Zinsbelastung verringert sich, wodurch die monatlichen Raten mit der Zeit immer geringer werden.

 
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von Marko Koch 30.04.2008
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Fragen zum Beitrag: “Grundwissen über Annuitätendarlehen und deren Berechnung”

 

Kommentare

Bisherige Kommentare: 3
Autor:

Kiki [Gast]

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Knapp, aber dennoch gut verständlich - super!

Autor:

Uwe [Gast]

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wie berechnet man ein Annuitätendarlehen, wenn das erste Jahr tilgungsfrei sein soll?

Autor:

Odette [Gast]

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Klingt ja als waere die Berechnung der jeweiligen Restschuld nebst resultierendem Zins ein unheimlich schwere Geschichte. Isses auch, wenn man auf ner Insel lebt vielleicht oder irgendwo anders, wo Computerprogramme noch voellig unbekannt sind. Aber ansonsten eine recht hilfreiche Erklaerung, wenn auch ein bisschen von oben herab "wie eigentlich jeder wissen sollte"... Wieso eigentlich SOLLTE jeder so etwas wissen??

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