Wie teuer ist eine Quad Versicherung (Voll Kasko)?
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Den Grund liefert die Beantwortung der Frage: Wer kommt idealer weise als Zeichner eines Fonds in Frage?
Zu Zeiten der Verlustzuweisungen musste der Anleger eine hohe Steuerprogression haben, also entsprechend viel verdienen. Heute ist diese Voraussetzung eher unbedeutend. Jetzt steht zum Beispiel der langfristige Anlagehorizont, der natürlich schon immer gegeben sein musste, im Blickpunkt. Damit ist nicht gemeint, dass ein Anleger im ersten Moment glaubt, er möchte langfristig anlegen. Kennen Sie die Stornoraten bei lang laufenden Lebensversicherungen? Je nach Qualität des Vertriebes steigen teilweise jährlich über fünf Prozent der Kunden aus, obwohl dies in der Regel wirtschaftlich unsinnig ist. Ähnlich ist das bei einem geschlossenen Fonds. Weil am Anfang erhebliche Kosten entstehen, die erst über die Jahre aufgeholt werden müssen. Zehn Jahre Anlagehorizont sind deshalb das absolute Minimum.
Deshalb muss bei einem Fondszeichner ausreichend Kapital in liquiden Anlagen vorhanden sein, um unvorhersehbare Ereignisse abfedern zu können. Auch der Streuungsgedanke spielt eine wichtige Rolle. Geschlossene Fonds sind immer eine unternehmerische Beteiligung mit entsprechenden Risiken. Wer etwas anderes behauptet oder das auch nur suggeriert, ist schlichtweg unseriös! Keinesfalls sollte mehr als fünf Prozent des Gesamtvermögens eines Anlegers in einen geschlossenen Fonds fließen, in absoluten Ausnahmefällen vielleicht mal zehn Prozent. Hört sich vernünftig an. Bedeutet aber, dass ein Zeichner zum Beispiel bei einer Mindestzeichnungssumme von 20.000 Euro ein Vermögen von 400.000 Euro besitzen muss. Merke: Wer 50.000 Euro zeichnen will, sollte sich besser schon im Millionärstatus befinden.
„Nicht alle Eier in einen Korb legen“, sagt der Volksmund. Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Harry Max Markowitz, hat das in seiner Portfoliotheorie etwas komplexer formuliert. Nach seiner Theorie der Portfolio-Auswahl ermöglicht eine geschickte Streuung, die Chancen bei gleich bleibenden Risiken zu erhöhen oder die Risiken bei gleich bleibenden Chancen zu reduzieren. Hört sich schon in der Zusammenfassung kompliziert an, ist aber noch eine sehr vereinfachte Beschreibung dessen, wie Chancen und Risiken zusammenhängen und welche Einflüsse hinter der von mir einfach als „geschickte Streuung“ bezeichneten Portfoliooptimierung stecken.
Wieder zurück zur Zielgruppe für geschlossene Fonds. Wir waren bis zum Anlagehorizont und der dringend anzuratenden Streuung gekommen. Dazu bedarf es natürlich noch der grundsätzlichen Risikobereitschaft des Anlegers. Wer nicht bereit ist, den Totalverlust seiner Einlage im Worst-Case-Fall hinzunehmen, sollte unbedingt auf sicherere Anlagen ausweichen. Natürlich haben auch die ihre Risiken, aber eben in abgespeckter Form. Will sagen: Was nützt die tollste Renditechance, wenn man nicht mehr ruhig schlafen kann?
Beim Ansparfonds läuft das komplett anders: Hierbei wird ein Konzept gestrickt, bei dem die Anleger nicht auf einen Schlag ihre Einlage erbringen, sondern in Raten über teilweise 10 bis 20 Jahre. Sie haben eben nicht die Mittel, um sofort alles einzuzahlen. Doch um Geld anlegen zu können, muss man es erst einmal haben. Damit kommen nur noch wenige als Zeichner für einen Ansparfonds in Frage. Denkbar wäre: Ein eher jüngerer Anleger verdient noch nicht lange sehr gut (das muss aber ein Jahreseinkommen von deutlich über 50.000 Euro sein). Von seinem Monatsnettoeinkommen kann er dauerhaft mehrere Tausend Euro sparen. Zumindest theoretisch. Wer kann heute schon dauerhaft von einem derart hohen Nettoeinkommen ausgehen? Zweite Voraussetzung: Er spart schon mit verschiedenen sicheren Anlageformen und hat zudem noch ausreichend liquide Mittel. Außerdem sollen die liquiden Gelder nicht angetastet werden. Folglich bleibt nur die Sparrate, um in geschlossene Fonds mit höheren Renditechancen zu investieren. Herr Markowitz würde das Fallbeispiel unseres jüngeren Anlegers wahrscheinlich über viele Seiten hinweg detaillieren. Ich versuche einmal die Kurzform: Die Streuung innerhalb des Gesamtvermögens wird dadurch gewährleistet, dass die Zielsparsumme bei den geschlossenen Fonds in das zu erwartende Zielgesamtvermögen passt. Mit diesem Optimalmodell wäre ein guter geschlossener Ansparfonds vertretbar.
Nun sieht aber die Realität wieder einmal ganz anders aus. Meist werden Ansparfonds für Strukturvertriebe konzipiert. Diese verhökern die Anteile an Kleinstanleger, für die ein geschlossener Fonds unzumutbare Risiken darstellt. Dabei zocken die „Struckies“, nicht selten im Schnellverfahren auf ein einziges Produkt geschult und im Höchstmaß von Geldgier kontaminiert, dass sich die Balken himmelwärts biegen. Mit atemberaubenden Planrechnungen werden die in Kapitalanlagefragen unerfahrenen Zeichner, nicht selten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis rekrutiert, über Tische und Bänke gezogen - eine regelrechte Abzocke. Für den „Strucki“ ein gutes Geschäft, bekommt er doch alle geplanten Zahlungen, egal ob sie jemals geleistet werden, schon heute saftig verprovisioniert – nicht selten mit 20 Prozent der Zielsparsumme! Makabere Geschichten wie die Ausstellung von Zeichnungsscheinen mit von Grabsteinen abgelesenen Namen sind im Umfeld dieser „Kopfgeldjäger“ durchaus glaubwürdig. Es ist ja auch zu verlockend: Die ersten Raten zahlt der „Strucki“ aus der eigenen Tasche, bis er seine Provision erhält. Er zahlt also Peanuts ein und bekommt Euro-Nuggets ausgezahlt. Danach ist er – auf Kosten der Gesamtzeichnergruppe – nicht selten unbekannt verzogen.
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