Aktien, Derivate und Termingeschäfte: Das verbirgt sich hinter den Begriffen
Das Handeln an den Kapitalmärkten macht es erforderlich, dass der Investor sich mit einer großen Zahl von Fachbegriffen vertraut macht. Eine besondere Bedeutung konnten dabei die Derivate erlangen.

Gehandelt werden Derivate insbesondere an der Eurex, die aus der Fusion von SEFEX und DTB hervorgegangen und im deutsch-schweizerischen Raum angesiedelt ist, die Chicago Mercantile Exchange, die NYSE Liffe mit Sitz in Großbritannien, die Korea Exchange und das Chicago Board of Trade. Definiert werden Derivate dabei so, dass diese Finanzinstrumente keinen eigenen Wert aufweisen, sondern diesen von anderen Titeln wie beispielsweise Aktien und deren Kursständen ableiten. Der Preis des Derivats kann dabei auch von Handelsgütern wie Rohstoffen abgeleitet sein, in der Praxis sind praktisch keine Grenzen gesetzt, wenn es um den Basiswert eines Derivats geht. Häufig werden Derivate auch einfach mit Finanztermingeschäften im Allgemeinen gleichgesetzt. Eine genauere Definition findet sich beispielsweise im IAS 39, der für die Bilanzierung relevant ist.
Wie alle anderen Kapitalanlagen auch weisen Derivate spezifische Chancen und Risiken auf. Zu den Nutzungsmöglichkeiten gehört insbesondere die Absicherung gegen Preisrisiken oder aber auch die Spekulation. Gerade in Hinblick auf die Spekulation ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, da von Preisänderungen von Basiswerten profitiert werden kann, die der Investor nicht selbst kaufen können muss. Hinsichtlich der Risiken kann gesagt werden, dass sich in der Vergangenheit bereits Insolvenzen von Brokern ergeben haben, die mit Derivaten Renditen erzielen wollten. Dazu gehört etwa der 2005 in die Insolvenz gegangene Broker Refco.


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