Finanzen & Versicherung

rating
0 Bewertungen
Mario Bulgss

Guthabenbasiertes Girokonto

Das Konto auf Guthabenbasis auch ohne Schufa

Bei der Eröffung eines Girokontos verlangt die Bank die Zustimmung zu einer Schufa-Anfrage. Wird diese verweigert, so lehnen die meisten Banken die Eröffnung eines Girokontos ab. Bei mehreren oder gravierenden Negativeinträgen erfolgt ebenfalls grundsätzlich eine Ablehnung; liegt nur ein weniger bedeutender Negativeintrag vor, erfolgt bei vielen Banken ebenfalls eine solche, während einige andere unter Umständen einer Kontoeröffnung zustimmen. Diese Zustimmung erfolgt häufig dann, wenn der Kunde darlegen kann, dass sich seit dem Verwirken des Schufa-Eintrages seine finanzielle Situation deutlich verbessert hat.


Einige Internetbanken sowie die meisten Sparkassen und Volks- bzw. Raiffeisenbanken sind die freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen, jedem Kunden ein Konto auf Guthabenbasis einzuräumen. Diesem Beispiel folgen inzwischen regelmäßig weitere Privatbanken.


Bei einem Konto auf Guthabenbasis wird auf die Schufa - Anfrage verzichtet; zudem wird dessen Eröffnung der Schufa nicht mitgeteilt. Der Kunde erhält keinen Dispositionskredit eingeräumt und darf das Konto auch nicht für einen kurzen Zeitraum oder einen geringen Betrag überziehen. Von diesen Einschränkungen abgesehen, kann das Girokonto auf Guthabenbasis wie jedes normale Konto auch genutzt werden. Der Inhaber kann Geld einzahlen und abheben sowie alle unbaren Transaktionen durchführen. Im allgemeinen wird ihm eine Bankkarte zur Verfügung gestellt, die das Geldabheben auch an Automaten, die nicht der kontoführenden Bank gehören, erlaubt. An Kassen, bei denen unter Eingabe der Geheimzahl gezahlt werden kann, funktionieren diese Karten ebenfalls; allerdings nur dann, wenn die Kontostandsabfrage im System nicht gestört ist. Eine derartige Systemstörung ist in den letzten Jahren zwar seltener geworden; sie kommt aber weiterhin gelegentlich vor, was der Kunde, der über ein Konto mit Überziehungsmöglichkeit verfügt, nicht bemerkt, da seine Karte in einem solchen Fall zur Zahlung akzeptiert wird. Ein Bezahlen mit Unterschrift ist mit einer einem Konto auf Guthabenbasis zugeordneten Karte bislang nicht möglich; diese Zahlungsweise stellt faktisch eine einmalige Lastschrift-Erlaubnis dar, wobei keine Kontostandsabfrage erfolgt. Dauerhafte Lastschriften kann der Inhaber eines Kontos auf Guthabenbasis erteilen; die Ausführung wird jedoch bereits dann zurückgewiesen, wenn nur ein Cent zu wenig auf dem Konto vorhanden ist.


Für ein Girokonto auf Guthabenbasis gibt es noch einen zweiten Personenkreis; für Jugendliche unter 18 Jahren ist ein eigenes Konto nicht nur sinnvoll, sondern auch erforderlich, wenn das Lehrlings-Gehalt überwiesen werden soll. Konten für diesen Personenkreis sollten ohne großen Aufwand auf ein traditionelles Konto umstellbar sein, wenn der Inhaber die Volljährigkeit erreicht und einer Schufa-Eintragung zustimmt. Ob andere Konten auf Guthabenbasis auf Wunsch des Kunden auf ein traditionelles Konto umgestellt werden können, wenn Negativeinträge gelöscht sind, regeln die Banken unterschiedlich.

 
Teilen
Mario Bulgss  20.02.2008
Gestellte Fragen: 0

Fragen zum Beitrag: “Guthabenbasiertes Girokonto”

 

Kommentare

Bisherige Kommentare: 0

Verwandte Artikel

18.05.2011

Anleihe

18.05.2011

Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig

18.05.2011

Das Factoring als Instrument zur kurzfristigen Umsatzfinanzierung

18.05.2011

Immobilienrechner

18.05.2011

Lebensversicherung verkaufen oder kündigen ?

18.05.2011

Traveler Checks

18.05.2011

Unternehmensanleihe

Meistgelesen in dieser Rubrik

Meistgelesen
Empfehlungen