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Die private Arbeitslosenversicherung - eine Alternative

In Deutschland ist jeder Arbeitnehmer automatisch arbeitslosenversichert. Selbstständige können sich freiwillig versichern. Eine weitere Stütze kann die zusätzliche private Versicherung darstellen. Doch lohnt sich das?

Eine private Arbeitslosenversicherung ist sehr empfehlenswert
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Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung (ALV) gehört zu den großen Errungenschaften des deutschen Sozialsystems. Die Grundidee ist simpel: Von jedem Bruttogehalt zieht der Staat automatisch einen gewissen Prozentsatz ein. Verliert jemand seine Stelle durch Kündigung, greift die Versicherungsleistung des Staates, Arbeitslosengeld wird ausbezahlt. Derzeit liegt der Versicherungssatz bei drei Prozent. Damit ist er zum 1. Januar 2011 leicht angestiegen (von zuvor 2,8). Bei Kündigung durch den Arbeitgeber bekommt die oder der Gekündigte immerhin bis zu 67 Prozent des letzten Nettogehalts. Für maximal zwölf Monate und vorausgesetzt, man hat lange genug eingezahlt.

Entscheidend ist für viele, den Lebensstandard auch während der Arbeitslosigkeit halten zu können. Und hierin liegt oft das Problem. Denn schon der volle Bezug der allgemeinen 60 oder der maximal 67 Prozent des jüngsten Nettogehaltes bedeutet einen erheblichen finanziellen Einschnitt. Und durch die momentane Gesetzgebung rutscht man nach zwölf Monaten ALG-I-Bezugs in die Grundsicherung – auch bekannt als Hartz IV bzw. ALG II. Die Höhe des Gehalts spielt daher eine Rolle. Auch dann, wenn man zusätzlich privat vorsorgen will.

Hier kommt die Möglichkeit private Zusatzversicherung dazu. Denn, wie schon in der Krankenversicherung und bei der Rente, sind die Bürgerinnen und Bürger zunehmend dazu aufgerufen, mehr privat vorzusorgen. Auf den Staat allein darf man nicht mehr bauen. Und sicher fragen viele Menschen sich im Zuge unsicherer Arbeitsverhältnisse, Globalisierungseffekte am Arbeitsmarkt und angesichts der jüngsten Finanzkrise, ob sie ausreichend abgesichert sind, wenn sie ihre Arbeit verlieren. Private Versicherungsleistungen gegen Arbeitslosigkeit bieten hier eine Ergänzung zu den staatlichen Zuwendungen, analog zur privaten Krankenzusatzversicherung. Eine zusätzliche nicht-staatliche Arbeitslosenversicherung bei einem Versicherungsunternehmen kann genau die richtige Ergänzung sein.

Die ersten Angebote für private Versicherungen auf diesem Gebiet kamen in den Neunzigerjahren auf. Die Versicherungsunternehmen griffen dieses neue Thema auf und brachten viele unterschiedliche Versicherungsmodule auf den Markt, der sich seitdem aber wieder etwas bereinigt hat. Doch nach wie vor bleibt es in unsicheren Zeiten ein Thema. Grundsätzlich funktioniert es so, dass der Versicherer die Differenz zwischen altem Nettogehalt und staatlichem Arbeitslosengeld übernimmt. Das klingt zunächst einmal interessant für jeden. Man muss sich aber die Angebote der Versicherer genau anschauen und jeweils für den eigenen Fall durchrechnen. Denn heute ist, wie auch die Versicherungsunternehmen wissen, die Gefahr eines Jobverlustes weit größer als noch vor einigen Jahren. Und allein das schlägt sich in den monatlichen Tarifen nieder, die der Versicherte in guten Zeiten zu entrichten hat, wenn er in eine feste Anstellung hat. Je nachdem aber, wie hoch oder niedrig das Gehalt ausfällt, bleibt unter Umständen gar nicht genüg über, um einen Betrag in der notwendigen Höhe zu zahlen. Unter Umständen, so hat es die Stiftung Warentest einmal durchgerechnet, kann es sogar am Ende günstiger sein, jeden Monat etwas auf ein Sparkonto oder sonstige Sparform zu legen und bei Arbeitslosigkeit eben von dem verzinsten Ersparten zu leben.

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