Finanzen & Versicherung

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Der Sinn der Tierversicherung

Für viele Tiere ist eine Tierversicherung dringend angeraten, weil sie auch unabsichtlich schnell größeren Schaden anrichten können.

Die derzeit wichtigste Tierversicherung ist die so genannte Tierhalterhaftpflichtversicherung, die man oft auch günstig in die private Haftpflichtversicherung einbinden kann, vor allem wenn es sich um kleine Tiere handelt. Sie kommt für Schäden auf, die das Tier anrichtet, so lange man dem Tierhalter keine vorsätzliche oder grob fahrlässige Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht nachweisen kann.

Darüber hinaus kann man in der Tierversicherung auch andere Risiken absichern. So werden seit einiger Zeit auch Krankenversicherungen für Hund, Katze und Pferd angeboten. Das kann einige Kosten ersparen, wenn sich das Tier eine lebensgefährliche Infektion zuzieht oder eine Krebserkrankung bekommt, bei deren Diagnostizierung schon die Untersuchungen und Laborkosten ordentlich zu Buche schlagen. Diese Krankenversicherung lohnt sich vor allem auch dann, wenn das Verletzungsrisiko für das Tier relativ hoch ist, wie das zum Beispiel beim Springreiten oder der Parforcejagd der Fall ist. Da sollte man auch über eine kombinierte Versicherung für Pferd und Reiter nachdenken.

Für verschiedene Tierarten werden auch Policen angeboten, bei denen für relativ niedrige Beiträge notwendige Operationen übernommen werden oder die Kosten für ambulante Behandlungen inklusive Impfungen von der Versicherung getragen werden. Diese Tierversicherung gibt es auch für gewerblich gehaltene Tiere wie Rinde, Esel, Strauße, Lamas und Alpakas. Dazu zählen auch die Betriebshaftpflichtversicherungen für den Reitstall, den Pferdeverleih, die Hundeschule und Katzenpension. Daneben gibt es für Vereine spezielle Haftpflichtversicherungen, wenn diese Veranstaltung wie eine Tierschau, einen Zuchtwettbewerb oder ein Pferderennen veranstalten wollen.

Für kleinere Käfigtiere wie Wellensittich, Hamster und Meerschweinchen lohnen sich derartige Versicherungen nicht, da sie einerseits keine größeren Schäden verursachen können und bei der meist relativ kurzen Lebenserwartung sich im Normalfall die Kosten für tierärztliche Behandlungen in Grenzen halten. Etwas anders ist es da schon bei wertvollen Papageien, wo man sich im Einzelfall erkundigen muss, wo man eine Tierversicherung abschließen kann.

 
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von Maria Pleitner 12.08.2008
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