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Adventskalender – Warten auf Weihnachten

Der Adventskalender gehört zur Vorweihnachtszeit genauso wie der Adventskranz und die Weihnachtsbäckerei.

Seine Aufgabe ist es anzuzeigen, wie viele Tage bis Weihnachten noch verbleiben. Mit dem Zählen beginnt man am 1. Dezember und bis zu diesem Datum ist es nicht mehr weit! Dies bedeutet: der Adventskalender muss bald befüllt und aufgestellt werden!

Nicht mehr lange dauert es bis zum 1. Dezember, dem Tag eines jeden Jahres, an dem das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet werden darf. Die Tage bis zum Heiligen Abend werden von dann an gezählt.

Der Adventskalender hat eine lange Tradition und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. In den Dezembertagen findet man ihn bei vielen Familien, in Schulen und in Kindergärten im deutschsprachigen Raum. Eigentlich deckt der Adventskalender den gesamten Zeitraum des Advents, d.h. also vom Adventssonntag bis zum Heiligen Abend, ab. Folglich müsste der Adventskalender zusätzlich Türchen für den längstmöglichen Advent vom 27. November bis 24. Dezember bereithalten. Doch heute ist der „Dezemberkalender“ der Übliche. Er beginnt also nicht am ersten Adventssonntag, sondern am 1. Dezember eines jeden Jahres.

In seinen Ursprüngen, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, war der Adventskalender hauptsächlich Zählhilfe und Zeitmesser für die Zeit bis Weihnachten. Aus dem Jahr 1851 stammt vermutlich der erste selbstgebastelte derartige Kalender. Primär aus dem protestantischen Umfeld stammten die ersten Exemplare, die meist recht simpel waren. Eine beispielhafte Variante sind 24 an Tür oder Wand gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften. Eine weitere Form, die insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt und mehr als Ersatzform der eigentlichen Adventskalenders zu betrachten ist, ist die Weihnachtskerze, die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt wurde.

Die heute gebräuchlichste und am meisten verbreitete Gestalt des Adventskalenders geht vermutlich auf einen evangelischen Pfarrer zurück, der hinter 24 Türchen Bilder mit Gestalten aus biblischen Geschichten versteckte. In den 1950er Jahren schließlich entwickelte sich der Adventskalender zum preisgünstigen Massenartikel mit Motiven aus romantisch verschneiten Städten und einer Krippenszene die sich hinter dem 24. Türchen verbarg. Es dauerte dann bis 1958 bis der erste mit Schokolade gefüllte Kalender den Weg in deutsche Wohnzimmer fand.

Heute nimmt der beliebte Adventskalender die unterschiedlichsten Formen und Dimensionen an, wobei das Verpacken von Geschenken zunehmend in den Vordergrund rückt. Seit einigen Jahren hat sich so beispielsweise das Medium „Hörbuch“ mit dem traditionellen Kalender verbunden. Hier werden 24 Geschichten in Audioform zusammengestellt, so dass der Zuhörer täglich bis zum heiligen Abend einer Geschichte lauschen kann. Winterliche Inhalte und Motive stehen im Vordergrund. Ein weiterer Trend sind weihnachtlich gestaltete Fassaden beispielsweise von Rathäusern, die zum überdimensionalen Adventskalender umgestaltet werden.

Halten Sie also sie Augen offen. Vielleicht finden Sie in den kommenden Tagen bis zum 1. Dezember die eine oder andere Anregung zum Gestalten und Bestaunen eines individuellen Adventskalenders!

von Jonah König
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