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Kein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsbäume!

Nichts ist heutzutage wohl ein deutlicheres Symbol für Weihnachten als der Weihnachtsbaum.

In Mitteleuropa werden Weihnachtsbäume schon in der Vorweihnachtszeit aber insbesondere zum Weihnachtsfest in Kirchen, Wohnungen und auf Plätzen in Ortschaften aufgestellt. Die deutschen Grenzen verlies der Weihnachtsbaum im 19. Jahrhundert und ist seit dem beinahe auf dem ganzen Globus bekannt.

Ob in symbolischer Form oder in Natura, der in manchen Regionen auch Christ- oder Tannenbaum genannte Weihnachtsbaum ist in der Weihnachtszeit Mitteleuropas und Nordamerikas allgegenwärtig und das Aufstellen des Baumes ein klassischer Weihnachtsbrauch. Geschmückt wird er mit Lichtern, Glaskugeln, Lametta und allerhand anderem Christbaumschmuck.

Der Christbaum ist mittlerweile mehr als 500 Jahre alt, allerdings existiert der Brauch, die düstere Winterzeit mit frischem Grün als Symbol für neues Leben und Lichtern als Symbol für Hoffnung zu schmücken, schon viel länger. Im 19. Jahrhundert schließlich verbreitet sich der Brauch des Aufstellens eines Weihnachtsbaumes über die ganze Welt.

Überlieferungen zufolge wurde der erste Weihnachtsbaum im Jahre 1419 von der Freiburger Bäckerschaft aufgestellt und festlich mit Nüssen und Früchten geschmückt. Das Aufstellen von Weihnachtsbäumen wurde zunehmend zum Brauch und das Schmücken des Christbaumes immer mehr ausgeweitet. So erhielten Weihnachtsbäume 1730 die ersten Kerzen, 1830 kamen die ersten mund geblasenen Christbaumkugeln auf den Markt, 1878 schließlich Lametta, eingeführt in Nürnberg. Dabei soll Lametta glitzernde Eiszapfen symbolisieren. Auch wurde der Weihnachtsbaumbrauch regional immer mehr verbreitet, kam 1785 nach Berlin, 1816 nach Wien. Zudem nahmen Auswanderer den Brauch im 18. Jahrhundert mit nach Amerika. Und in den vergangenen Jahren besteht zunehmend Interesse an der ursprünglich deutschen Tradition in Asien, allem voran in China.

Geschmückt wird auch heute noch vornehmlich in der traditionellen Farbe Rot, so dass sich die Farbkombination Rot/Grün ergibt. Beide Farben sind das christliche Symbol von Advent und Weihnachten.

In der deutschen Gesellschaft ist der Brauch des Weihnachtsbaums fest etabliert. 2006 wurden rund 616 Millionen Euro für 28 Millionen Weihnachtsbäume ausgegeben. Hauptsächlich werden Tannen neben Fichten als Weihnachtsbaum genutzt, wobei sich die Nordmanntanne besonderer Beliebtheit erfreut (Vorteil: die Nadeln pieksen nicht!). Auch künstliche Bäume haben Einzug in den europäischen Markt erhalten. Sie bestehen aus Metall und Kunststoff und sind darüber hinaus zusammenlegbar und wieder verwendbar, jedoch nicht biologisch abbaubar wie der natürliche Tannenbaum. Und: für jede gefällte echte Tanne, die geschlagen wird, werden zwei bis drei neue Bäume gepflanzt. Es kann daher nur nahe liegen, auf die natürliche Variante, die überdies noch den unverzichtbaren angenehmen Waldgeruch mit in das Haus bringt, zu wählen!

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