Der überall beliebte Nussknacker
Der Nussknacker ist in der Weihnachtszeit nicht nur ein oft benutztes Werkzeug, sondern auch ein nicht mehr wegzudenkendes Stück der Dekoration.
Dabei gehen die Traditionen des heute als schmückendes Element in die Adventsdekoration eingebundenen Nussknacker aus Holz bis ins 16. Jahrhundert zurück. Glaubt man den Äußerungen von Jacob Grimm, dann sollen sie einstmals dazu gedient haben, die Hausgeister im Zaum zu halten.
Die Wiege der heutigen hölzernen Gesellen stand den Überlieferungen nach im Oberammergau. Dort bildete man schon im 18. Jahrhundert Figuren aus dem täglichen Leben nach. So reichten sich in dem Fenstern symbolisch die Nussknacker in Form von Soldaten und Bergleuten die Hand mit den Nachtwächtern und Hirten, die sich zuhauf unter den Räuchermännchen finden.
In deutschen Landen wird man vor allem im Erzgebirge fündig, wo man sich die Geheimnisse des Drechselns schon im 19. Jahrhunderts erschloss. Eigentlich war für die dortige Entwicklung der Fertigung der Nussknacker verantwortlich, dass der Arbeitskräfte im Bergbau stark zurück gegangen ist.

Neben dem traditionellen Nussknacker werden dort auch andere beliebte Dekorationen für den Advent und die Weihnachtszeit hergestellt. Dort kann man die verschiedensten Schwibbögen finden, die von der Form her an die Eingänge zu den Stollen der Bergwerke erinnern. Auch die darauf dargestellten Figuren orientieren sich sehr stark an den Traditionen des Bergbaus, während bei den filigranen Schnitzereien der meterhohen mehrstöckigen Pyramiden eher christliche Gestalten und Berufe aus der Landwirtschaft dargestellt werden.
Auch der Weihnachtsduft aus dem Erzgebirge erfreut sich schon viele Jahrzehnte großer Beliebtheit. Er verstärkt den heimeligen Effekt, den man durch die Dekorationen mit Nussknacker, Kerzen und Co. erzielen kann. Inzwischen haben sich die hölzernen Gesellen, die es auch in Form von Karikaturen bekannter Persönlichkeiten gibt, zu begehrten Sammlerobjekten entwickelt.
Dabei haben die Sammler sogar eine große Auswahl an Miniaturen, bei denen jedes Jahr im Spätherbst ein Run auf die Geschäfte einsetzt, die mit derartiger Weihnachtsdekoration handeln. Von der Funktionalität her sind die hölzernen Figuren nur beschränkt einsetzbar, auch wenn der als Rücken gestaltete Hebel robust wirkt. Die Schwachpunkte sind, die Scharniere des Hebels, die oft vor allem bei Paranüssen den Kürzeren ziehen.

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