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Weihnachten wie damals

Tradition und Brauchtum in der weihnachtlichen Floristik

Etwa seit dem 17.ten Jahrhundert kennt man den Brauch, in der Weihnachtszeit, die Wohnung festlich zu schmücken. Zunächst wurde noch zur Wintersonnenwende ein Strohrad verbrannt.

Aber schon bald wurde das Strohrad durch einen Tannenkranz ersetzt und mit in die Wohnung genommen.

Der Kranz sollte den Kreislauf des Lebens darstellen, kein Anfang ohne Ende. Hoffnung und Hinweis auf eine wärmere, schönere Zeit soll damit zum Ausdruck gebracht werden.

Auch der Sonnenlauf und der Wechsel der Jahreszeiten, sowie der Übergang in ein neues Kirchenjahr, sollte symbolisch dargestellt werden. Und nicht zu letzt sollte er natürlich ein Quell der Besinnung und Einkehr sein.

Der Kranz wird auch heute noch aus verschiedenen Koniferenzweigen gebunden, denn das Grün symbolisiert die Lebenskraft die dem Winter und der Kälte trotzt. Die Lebenskraft setzt sich durch die grünen Zweige stehen sinnbildlich als Schutz gegen die Mächte des Winters und der Dunkelheit.

Gerade Kränze die mit verschiedenen wintergrünen Blättern und Zweigen gewickelt sind haben eine besonders schöne Ausstrahlung.

Zur Verwendung kommen Kiefern-, Fichten-, und Tannenzweige, Zypressen und Wachholder, aber auch Efeu, Buchsbaum, Kirschlorbeer und Ilex.

Solche mit verschieden Blattformen und -arte gestalteten Kränze sehen wunderschön als Tür- oder Wandkranz aus. Sie sind Willkommensgruß für alle Einkehrenden während der Adventszeit.

Unsere Kränze werden auch in der vielfältigsten Art dekoriert. Zapfen, Nüsse, Beeren und Früchte werden schon von Alters her verwendet. Im Brauchtum waren sie Opfergaben, Dank für alles Gute und als Mittel zur Besänftigung und Abwehr böser Mächte. Sie symbolisieren die Hoffnung auf neues Leben und die Erneuerung. Selbst unsere glänzenden Weihnachtskugeln sind nur eine abstrakte Form für die Nachbildung von Früchten.

Kleine Äpfel, Pfaffenhütchen, Fruchtstände des Efeus, Misteln, Hagebutten sowie Baumpilze und Moose können zu sehr ansprechenden Dekorationen verarbeitet werden.

Damit die richtige festliche Stimmung aufleben kann, wird der Kranz mit Kerzen geschmückt. Die Kerze erleuchtet den Raum, die symbolisiert die Hoffnung und den Frieden. Sie ist Sinnbild für das Sonnenlicht und die Wärme. Im christlichen Sinne weist das Licht den Weg, kündet von Christi Geburt, führt die Hirten und Könige.

Die Kerze ist traditionell in rot gehalten, denn rot ist die kräftigste und symbolträchtigste Farbe. Sie ist die Lebenskraft, Symbol für das Leben schlecht hin und findet sich in der Farbe reifer Früchte ebenso wieder, wie in der Farbe des Blutes.

Einen Spaziergang mit offenen Augen durch den Garten oder durch den Wald lässt sie schöne Pflanzenteile zur individuellen Gestaltung Ihres Kranzes finden. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nutzen sie die Vorweihnachtszeit und verbringen sie einen schönen Nachmittag mit dem Binden oder Dekorieren eines Adventkranzes.

Ich wünsche ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit.

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