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Der Bauzaun ist ein universell einsetzbarer Werbeträger

Längst dient der Bauzaun nicht mehr nur dem Zweck der Baustellenbegrenzung. Als temporäre Werbefläche macht er in Großstädten der Litfasssäule Konkurrenz.

Seitdem 1998 die neuen Gesetze der Baustellenverordnung eingetreten sind, besteht bei einer aktuellen Baustelle die Pflicht der Bauzaun Anbringung rund um die Baustelle. Eine Baustelle muss vorschriftsmäßig abgesichert werden. Nicht nur durch einen Bauzaun, sondern auch durch Warnschilder und Warnhinweise. Besteht ganz und gar die Gefahr von herabfallenden Materialien, wie zum Beispiel bei Fassaden Baumaßnahmen, muss ein überdachter Tunnel für Fußgänger angelegt werden. Die Baustellenverordnung trägt massiv zur Sicherheit der Baustellenarbeiter und vor allem der betroffenen Anwohner, Passanten und Verkehrsteilnehmer im Bereich einer Baustelle bei.

Der übliche Bauzaun im Außenbereich besteht aus Drahtgitter oder Holz, hat Sockelfüße aus Beton oder Kunststoff und ist Standardmäßig 3,50 Meter lang und 2 Meter hoch. Andere Längen und Höhen sind für spezielle Baustellen verfügbar. Im Innenbereich wird der Bauzaun meist als Sicht- und Staubschutz eingesetzt und besteht hier überwiegend aus Holzkonstruktionen. Wer einen Bauzaun nach Baustellenverordnung aufstellt muss zusätzlich eine behördliche Genehmigung dafür einholen. Bauzäune können gemietet werden um den vorübergehenden Einsatz nicht finanziell zu strapazieren.

Die Werbung hat im Bauzaun eine perfekte Werbefläche entdeckt. Nicht nur das eine Stadt annähernd aus Litfasssäulen besteht, Bauzäune bieten ein weitaus großflächigeres Areal zum anbringen von Plakaten und Werbebotschaften. Der Trend, hässliche Baustellen mit Werbeplakaten zu verschönern setzt sich immer mehr durch und ist fast nicht mehr wegzudenken. Fassaden werden mit überdimensionalen Megapostern behängt, Bauzäune mit bunten Anzeigen besäht und nachts wird die ganze Werbung noch mit Scheinwerfern beleuchtet, um ein Maximum an Effekt zu erzielen. Das ist eines der Gründe, warum das Stadtleben so interessant ist. Kein Fortschritt geht an einem vorüber.

Aber nicht nur optisch dient der Werbeboom an Bauzäunen und Baustellengerüsten mehreren Vorteilen. Bauträger lassen sich die flächendeckende Benutzung der Bauzäune und Gerüste großzügig bezahlen. Das ist das Gesetz der freien Marktwirtschaft. Eine Hand wäscht die andere, und wer seinen Bauzaun gemietet hat, der hat durch eine geschickte Vermietung an die Werbeindustrie ganz schnell seinen finanziellen Kostenaufwand wieder raus.

 
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Fragen zum Beitrag: “Der Bauzaun ist ein universell einsetzbarer Werbeträger”

 
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Gast - geschrieben am 15.02.2012 um 19:01

Braucht man eine Genehmigung zum Anbringen von Werbung am Bauzaun?

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