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Altmetallpreise weiter auf Rekordniveau

Seit Jahren schon bewegen sich die Preise für Altmetall auf Rekordniveau.

altmetallpreise
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Das aufstrebende China hat die Nachfrage nach Stahl auf dem Weltmarkt so stark erhöht, dass die Produktionsanlagen für Rohstahl weltweit ausgelastet sind. Die Preise steigen weiter.


Altmetall und Schrott sind der Rohstoff für die Stahlproduktion. Die Altmetallpreise haben sich seit 2002 fast verdreifacht. Zahlte der Altautobesitzer bis vor kurzem noch eine Gebühr, wollte er sein Fahrzeug auf dem Schrottplatz abgeben, so kann er dies heute kostenlos tun, in manchen Fällen erhält er sogar Geld. Besonders begehrt ist Autoschrott deshalb, weil es sich dabei um hochwertiges Altmetall handelt, dass nahezu ohne Qualitätseinbußen für die Stahlproduktion verwendet werden kann. Von den über 20 Millionen Tonnen Altmetall, die jährlich in Deutschland eingeschmolzen werden, sind über 1 Million hochwertigster Autoschrott. Doch der Rohstoff Schrottauto wird knapp. Die Schrotthändler klagen bereits über zu wenig Nachschub. Kein Wunder, dass sie dem Autobesitzer Geld dafür zahlen, wenn der Kunde sein Fahrzeug auf ihrem Schrottplatz abstellt. Konkurrenz haben die Schrotthändler auch durch die EU-Osterweiterung bekommen. Ein Großteil der Altfahrzeuge geht nach Osteuropa oder aber nach Afrika und steht somit nicht für die Wiederverwertung zur Verfügung.


Ein weiterer Rohstoff für die Stahlproduktion ist neben Altmetall der Eisenschwamm aus Erz. Doch auch dieser Rohstoff ist teurer geworden. Im Umkehrschluss erzielen die Stahlproduzenten aber auch höhere Preise für ihre Produkte. Besonders China kauft in großen Mengen Stahlprodukte auf dem Weltmarkt ein und treibt so die Preise in die Höhe. Die deutschen Stahlproduzenten sind sich sicher, dass die Preise auf diesem Niveau verharren werden, wenn sie nicht sogar weiter steigen. Die höheren Kosten für Rohstoffe können die Hersteller daher ohne Probleme bezahlen. Der Endkunde ist es, der die Rechnung für die gestiegene Nachfrage letztendlich zahlt.


Die hohen Altmetallpreise bringen aber auch zunehmend unseriöse Geschäftemacher auf den Markt. Verstärkt werden Bahngleise oder Güterwaggons gestohlen, zu Schrott verarbeitet und dann weiterverkauft. Das Geschäft lohnt sich. Die Preise für Altmetall sind so hoch wie nie und werden auch in Zukunft hoch bleiben.

 
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