Ökologisch investieren in erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind derzeit überall im Gespräch. Den einen geht der Einstieg in... mehr

Unüberschaubar hoch ist die Zahl der Reedereien in Griechenland heute. Da gibt es z. B. "Superfast Ferries", schnelle Fähren, die den Betrieb auf dem Mittelmeer zwischen Griechenland und Italien abwickeln. 1994 von dem griechischen Unternehmer Periklis Panagopoulus und seinem Sohn Alexander gegründet, konnten bereits ein Jahr später mit mehr Sicherheit und Komfort die Fahrzeiten um mehr als ein Drittel verkürzt werden. Die Geschäftsphilosophie besteht darin, das Schiff hauptsächlich als Verkehrsmittel zu betrachten und Komfortbereiche, die sich nicht rechnen, wie Kino und Ladenzeile, wegzulassen. Übrigens fuhr Superfast Ferries seit 2001 bis 2006 auch auf der Ostsee von Rostock nach Helsinki. Seit kurzer Zeit kooperiert Superfast Ferries mit ANEK Lines auf einigen Linien, um die Fahrgastzahlen der Schiffe zu erhöhen. Das Hauptaugenmerk der griechischen Schiffseigner liegt allerdings auf dem Warentransport, eine Anzahl Schlepper fährt unter griechischer Flagge über die Weltmeere. Das kann der Tourist bei einem Besuch im Hamburger Hafen gut beobachten.
Viele Jahre waren die Schifffahrtsunternehmer Griechenlands Aushängeschilder für erfolgreiches Wirtschaften. Ihre Reedereien zählten in der Geschäftswelt zu den Finanzinvestments, die man auf jeden Fall gelistet haben sollte. Doch dann kamen die bekannten weltwirtschaftlichen Ereignisse der letzten Jahre. Griechenlands Reeder hatten in der Finanzkrise keine leichte Bürde zu tragen. Ihnen machten vor allem die geringeren Warentransportmengen auf ihren Schiffen zu schaffen. Die Unterhaltungskosten laufen weiter, auch wenn keine Ladungen über die Weltmeere transportiert werden. 2009 verzeichnete zum Beispiel der Hamburger Hafen einen Rückgang des Warenumschlags um über 30 Prozent. Das traf natürlich die Reeder in der Substanz. Trotzdem konnten bereits Ende 2009 die Papiere der Griechen auf den internationalen Finanzmärkten wieder positive Ergebnisse erreichen.
2010 kündigte China an, den Reedern Griechenlands günstige Kredite in Aussicht zu stellen. Ziel ist, dass sie weitere Schiffe in China herstellen lassen. 300 waren dort allein im Jahre 2010 in Arbeit. Die Schifffahrtsunternehmen erwerben immer mehr Schiffe. Vielleicht ist es der Geschäftsgeist eines Aristoteles Onassis, der sie weiter antreibt. Der tat es nämlich einst ebenso und landete mit in Krisenzeiten erworbenen Schiffen später großen geschäftlichen Erfolg, der seinen Namen bis in unsere Zeit legendär werden ließ. Die Flaute in der Branche allerdings wird, so sagen Experten, erst in einigen Jahren vorbei sein. Dabei sind neue ungünstige Szenarien in Finanzwelt und Wirtschaft jedoch noch nicht einkalkuliert gewesen.
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